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Test mit GEMINI: Kann KI einen Roman schreiben?

  • Autorenbild: Andreas
    Andreas
  • 5. Sept. 2025
  • 32 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 29. Okt. 2025

Mit KI erstellte Fachbücher, Reiseführer und sogar Kurzgeschichten, angeblich auch Romane sind tausendfach online (zumeist bei Amazon) erhältlich. Nach unseren zwei Versuchen mit "ChatGPT" im Jahr 2023 und in Folge 2024 (siehe unsere Facebook-Beiträge mit Video und einen Blog-Artikel > ) war es nun an der Zeit, das Text-Programm Gemini auszuprobieren.


Kann KI einen Roman schreiben - Test mit Gemini

Unsere Antwort: Ja, in gewisser Hinsicht, aber .... Wir ziehen unter den kopiert eingefügtem Dialog zwischen "Texter" und "Gemini" ein Fazit. Doch lest selbst:

KI Programm Gemini Logo
Google KI-Progamm GEMINI

Wir unternahmen zwei Roman-Versuche:

a) Gemini sollte auf der Basis eines Pitch mit weiteren kurzen Hinweisen den inhaltlich erkennbaren Roman entwickeln und schreiben. b) Gemini erhielt einige Seiten einer begonnenen Geschichte über einen Ex-Spezialisten einer Sondereinheit, der nun als Privatermittler und Body-Guard arbeitet, um den Krimi zu vervollständigen. c) Fazit für Autobiografien.


A

Texter: Kannst du mir auf Pitch-Basis einen Roman schreiben?

Gemini: Absolut! Das klingt nach einem spannenden neuen Projekt. Ich bin bereit.

Schick mir deinen Pitch – die Grundidee, die Hauptfigur(en) und den Ausgangspunkt der Geschichte. Wir können gemeinsam die politischen Intrigen, die kriminellen Verstrickungen und die unvorhergesehenen Wendungen entwickeln.

Leg los! Erzähl mir: Wer ist die Hauptfigur? (Ermittler, Whistleblower, Politiker?)

Was ist das zentrale Geheimnis oder Verbrechen?

Wo und Wann spielt die Geschichte? (Stadt, Land, Epoche?)

Ich freue mich darauf, diese Welt gemeinsam mit dir zu erschaffen!

Texter: Hier der Pitch: Titel: WEHRT EUCH. „Ein verschlafenes Dorf, das Rechtsextreme anlockt. Eine Göre, die aufbegehrte und plötzlich auf dem Marktplatz tot am Strick baumelt, endlich wacht das Dorf auf.“

Die Hauptperson eins ist eine junge Frau, Mädchen, sie heißt Kristiane, politisch scharf links. sie hat bunte Haare, schlank, drahtig, willensstark. Hauptperson zwei ist die Schwester der Hauptperson 1 und heißt Anna. Anna ist links eingestellt, aber nicht so ultra wie  ihre Schwester. Sie will den Mord aufklären und die Bande rechtsradikaler aus dem Ort vertreiben, die allem Anschein nach ihre Schwester ermordet heben.  Kristine wird ermordet. Die Hauptperson drei ist der Bürgermeister des Ortes, ein rechtsradikaler Typ, der eine Gruppe von intelligenten Rechtsradikalen im Ort anführt. Darunter intelligente Geschäftsleute, aber auch dumme rassistische Schläger. Der Ort ist auf dem Land, eine Kleinstadt, ländlich gelegen. Die Geschichte spielt im Jahr 2025.


Gemini: Das ist ein sehr starker und provokanter Pitch. Er hat alle Elemente für einen packenden Polit-Thriller: eine klare Konfrontation, eine tragische Eröffnungsszene und eine explosive Situation, die zum Äußersten eskaliert.

Lass uns diese Geschichte gemeinsam entwickeln.

 Die Vorgeschichte: Kristiane war die Stimme des Ungehorsams in einer Stadt, die sich im Schweigen eingerichtet hatte. Mit ihren leuchtend pinkfarbenen Haaren und dem entschlossenen Blick war sie für die meisten Älteren nur eine "rebellische Göre", für die Rechten eine Provokation. Sie war die Anführerin einer kleinen, aber lautstarken Gruppe von jungen Aktivisten. Ihr Ziel: die Machenschaften des Bürgermeisters und seiner Gesinnungsgenossen aufdecken. Die Gruppe verbreitete ihre Botschaften über Social Media, klebte Poster und organisierte kleine Proteste. Sie waren eine lästige Mücke für die Mächtigen. Der Bürgermeister, Jörg Steinbach, (siehe Texter-Hinweis unten) war ein Mann, der seine Macht mit subtiler Intelligenz aufbaute. Er war kein dumpfer Schläger, sondern ein charmant auftretender, erfolgreicher Geschäftsmann mit weitreichenden Kontakten. Er wusste, wie man Einfluss auf die Bevölkerung ausübt, indem er Arbeitsplätze schuf, Feste sponserte und sich als Retter der Tradition inszenierte. Doch hinter dieser bürgerlichen Fassade verbarg sich eine straff organisierte Gruppe, die er mit eiserner Hand führte. Dazu gehörten sowohl reiche Geschäftsleute, die seine Ideologie finanzierten, als auch brutale Schlägertrupps, die für "Ordnung" sorgten. Kristiane und ihre Gruppe störten diese Ordnung. Die Auseinandersetzungen wurden immer heftiger. Kleine Vandalismus-Akten gegen Kristiane eskalierten zu direkten Drohungen. Kristiane blieb trotz der Warnungen ihrer Schwester Anna hartnäckig.

Der Mord. Es ist ein kühler Morgen im Spätsommer 2025. Das Dorf erwacht. Die Bäckerin stellt die ersten Brötchen in die Auslage, der Postbote beginnt seine Tour. Doch als der erste Bauer auf den Marktplatz fährt, um seinen Lastwagen zu parken, stoppt er abrupt.

Am alten Glockenturm, der den Platz überragt, baumelt ein Körper. Es ist Kristiane. Ihr pinkfarbenes Haar bildet einen scharfen Kontrast zur grauen Morgendämmerung. An ihrer Brust ist ein Schild befestigt, auf dem in groben Lettern steht: "......................................"

Das Dorf ist wie erstarrt. Die Gerüchteküche brodelt. Die ersten, die am Tatort eintreffen, sind die Polizei. Die Beamten, die den Bürgermeister unterstützen, sprechen schnell von einem Selbstmord. Kristiane habe unter Depressionen gelitten, heißt es.

Doch die linke Aktivistin Anna weiß es besser. Ihre Schwester war lebenshungrig und willensstark. Kristiane würde niemals aufgeben.

Anna, normalerweise eher im Hintergrund, spürt, wie etwas in ihr zerbricht und zugleich in eine unzerbrechliche Entschlossenheit übergeht. Sie hat nichts mehr zu verlieren. Sie muss ihre Schwester rächen und die Mörder zur Rechenschaft ziehen.

Die rechtsradikalen Schläger, die bisher im Schatten agierten, treten nun offener auf. Sie feiern den Tod des Mädchens. Jörg Steinbach, der Bürgermeister, verurteilt den Vorfall öffentlich als "tragischen Einzelfall", während er heimlich seine Leute unter Kontrolle hält und nach Beweisen sucht, dass die Täter nicht aus seinen Reihen stammen.

Anna ist auf sich allein gestellt. Die Polizei ist auf der Seite des Bürgermeisters. Die Dorfbewohner sind entweder eingeschüchtert oder sympathisieren mit der neuen Macht. Nur sie kann die Wahrheit ans Licht bringen.

 

Der Plot: Anna beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Sie taucht in Kristianes digitales Leben ein und entdeckt verschlüsselte Nachrichten und versteckte Daten. Kristiane hat heimlich einen Beweis gesammelt, der nicht nur die Verwicklung der Rechten in kriminelle Geschäfte aufdeckt, sondern auch die Verflechtung von Jörg Steinbach mit einer landesweiten rechtsextremen Bewegung. Kristiane hatte vor, ihre Beweise öffentlich zu machen, doch sie wurde zu früh erwischt.

Parallel dazu versucht Jörg Steinbach, Anna zu manipulieren. Er bietet ihr "Hilfe" an, versucht sie zu kaufen und zu bedrohen, um die Wahrheit zu vertuschen. Anna muss sich durch ein Netz aus Lügen, Verrat und Gewalt kämpfen, während der Mord an ihrer Schwester das Dorf entzweit und in einen Bürgerkrieg treibt.

Die Dorfbewohner, die anfangs geschwiegen haben, beginnen, sich zu formieren. Die einen aus Wut und Scham, die anderen, um sich den Rechten entgegenzustellen.

Der Showdown muss auf dem Marktplatz stattfinden. An dem Ort, an dem Kristiane starb, muss Anna die Beweise präsentieren. Es kommt zur Konfrontation. Jörg Steinbach und seine Schläger auf der einen Seite, Anna und die nun aufgewachten Dorfbewohner auf der anderen.

Was hältst du von dieser Richtung? Möchtest du, dass wir uns auf einen der Aspekte konzentrieren? Die *Ermittlung** von Anna: Wie kommt sie an die verschlüsselten Daten? Welche Gefahren lauern auf sie? Oder das *politische Katz-und-Maus-Spiel** zwischen Anna und dem Bürgermeister: Wie versucht er, sie zu stoppen? Welche Allianzen schmieden die beiden? Oder die *Entwicklung des Dorfes**: Wie reagieren die verschiedenen Schichten der Gesellschaft auf den Mord und Annas Widerstand?


Texter: Das gefällt mir, kannst du das alles Kapitel für Kapitel kreativ und fesseln schreiben?

Gemini: Absolut. Ich finde es toll, dass dir die Richtung gefällt. Lassen wir uns von diesem kraftvollen Pitch leiten und die Geschichte Kapitel für Kapitel entfalten.

Wir beginnen mit dem ersten Kapitel. Es wird der Schock-Moment sein, der den Leser sofort in die Geschichte zieht. Wir erleben den Mord aus der Perspektive von Anna und fangen die bedrückende, gespaltene Atmosphäre des Dorfes ein.


Kapitel 1

Der Morgen in Norrenstedt brach an, wie jeder Morgen zuvor. Kalt und klar. Die ersten Sonnenstrahlen kämpften sich durch den Dunst, der über den Feldern lag, und tauchten die Dorfkirche in ein fahles Licht. Es roch nach nassem Gras und frischen Brötchen, nach einem ganz normalen Tag in der ländlichen Idylle, wie ihn die Touristen im Sommer so lieben.

Anna spürte bereits vor dem ersten Wecker klingeln, dass etwas nicht stimmte. Sie lag wach, spürte das diffuse Licht, das durch die Ritzen ihres Fensterrollos drang. Ein klammes Gefühl in der Magengrube. Sie wusste, dass ihre Schwester die ganze Nacht wach gewesen war. Kristiane hatte ihr gestern Abend noch eine verschlüsselte Nachricht geschickt, kurz und bündig: „Fast da. Bleib wach, wenn ich mich melde.“ Anna hatte gewartet. Die ganze Nacht vergebens. Zögernd zog sie sich an. Jeans, ein alter Hoodie. Keine Zeit für Gedanken an Kaffee. Sie stieg in den alten VW-Bus, den sie sich mit Kristiane teilte, und fuhr in Richtung Marktplatz. Ihre Routine. Sie sollte die erste Ladung Brot vom Bäcker für das kleine linke Café ihrer Schwester abholen, das nur wenige Meter vom Marktplatz entfernt lag.

Als sie abbog, spürte sie, wie eine eisige Kälte ihren Nacken hochkroch. Ein seltsames Schweigen lag über dem Platz. Keine singenden Vögel, kein Motorgeräusch vom Trecker. Nichts. Stattdessen eine Traube von Menschen. Sie standen da, stumm, die Hände in den Hosentaschen vergraben, als hätten sie Angst, etwas zu berühren, was nicht berührt werden sollte. Sie folgten alle einem Blick, einem Blick nach oben. Anna folgte ihrem Blick. Es war der alte Glockenturm. Seit Ewigkeiten war er ein Wahrzeichen des Ortes. Nun war er das Schafott.

Dort hing sie. Ihre Schwester.

Kristianes pinke Haare leuchteten im Morgenlicht wie ein feuriger Ankläger. Ein Fremdkörper, der aus einem fahlen, grauen Gemälde herausstach. Anna sah ihre Schwester. Die vertrauten, viel zu dünnen Beine, die Füße, die nur Zentimeter über dem Boden schwebten. Das schmale Gesicht, das sie schon so oft gezeichnet hatte. Eine Grimasse der Stille. An ihrer Brust baumelte ein kleines Schild, das der Wind sanft im Takt der Glocke schaukelte. Auf dem Schild stand in groben, schwarzen Lettern das Wort: WEHRLOS.

 

Annäherung. Ein Mann beugt sich über den Körper. Ein Polizist. Er hat das Schild bereits entfernt. Er legt es in eine durchsichtige Tüte. Ein zweiter Polizist steht mit dem Rücken zu ihr und hält die Menge auf Abstand.

„Bleiben Sie zurück, hier gibt es nichts zu sehen“, sagt er, ohne sich umzudrehen.

Anna hörte das Wort, aber sie reagierte nicht. Der Schmerz zuckte durch ihren Körper. Sie fühlte nichts. Kein Kummer, keine Trauer. Nur eine unfassbare Leere.

Sie sah Jörg Steinbach. Der Bürgermeister, Hauptgewinner und Initiator der rechten Szene des Ortes. Er schien in Gedanken versunken zu sein. Seine Augen funkelten. Er sah nicht das tote Mädchen. Er sah die Gelegenheit.

„Ein tragischer Einzelfall“, flüsterte eine alte Frau neben ihr.

„Sie hatte es nicht anders verdient“, zischte ein junger Mann in der Nähe.

Anna schloss ihre Augen. Die Stimmen verblassten. Der Schmerz kam. Ein eiskalter, heißer Sturm. Er brach über sie herein und riss sie mit sich. Sie spürte, wie sich ihre Finger zu Fäusten ballten, ihre Zähne sich aufeinander pressten.

SIE war nicht wehrlos. sondern wie ihre Schwester eine Löwin. Ein gefährliches Raubtier, das ihre Schwester verteidigt. Eine Löwin, die jetzt zum Kampf bereit war. Sie würde kämpfen, für ihre Schwester. Sie würde kämpfen, um zu verhindern, dass die Täter davonkommen.


Was hältst du von diesem Einstieg? Fühlt es sich richtig an? Ich kann es gerne überarbeiten.

Jetzt können wir uns dem nächsten Kapitel widmen. Was möchtest du als Nächstes sehen?

Die polizeiliche Ermittlung: Anna gerät ins Visier der Ermittler. Der Bürgermeister versucht, sie zu manipulieren.

Die Trauerfeier: Anna hält eine emotionale Rede, die das Dorf spaltet und die Fronten zwischen den Rechten und der Zivilbevölkerung verhärtet.

Annäherung an einen der Charaktere: Wir werfen einen Blick in das Leben des Bürgermeisters, Jörg Steinbach. Oder wir lernen die Schläger kennen.


Texter: Anna sollte nicht in Verdacht geraten, ihre Schwester ermordet zu haben, das passt nicht. Der Bürgermeister tut so, als sei er entsetzt über die Tat, was natürlich nur gespielt ist. Er ist in Waffengeschäften involviert, um heimlich ein Waffenarsenal zu erstellen. Sein Geld verdient er als Juwelier und Goldschmied, er betreibt aber keine Ladengeschäfte mehr, sondern macht hohe Gewinne an der Börse mit dem Geld, das er in den Jahrzehnten zuvor schon verdiente. Doch er will und muss wissen, was Kristiane herausgefunden hatte und ob sie darüber Aufzeichnungen hat. Die Schläger, allen voran Rudi, Franz und Albert, 17, 21 und 19 Jahre alt, verbreiten Furcht und Schrecken, aber noch werden sie nicht derart auffällig, das sie strafrechtlich belangt werden. Sie setzen die Dorfbewohner und Kristianes und Annas Eltern unter Druck, dann nehmen sie Anna in den Fokus, das macht auch der Bürgermeister, subtil, hinterhältig tut er so, als würde er der Kripo und Anna helfen wollen, doch dabei lenkt er gekonnt von sich selbst ab.

Gemini: Alles klar, das macht die Geschichte noch spannender und komplexer. Die psychologische Kriegsführung des Bürgermeisters gegen Anna und das verborgene kriminelle Netzwerk unter der Oberfläche sind fantastische Elemente. Wir setzen das fort, ohne dass Anna unter Verdacht gerät. Hier ist der nächste Teil der Geschichte, der diese neuen Details aufgreift und die Spannung weiter aufbaut.

Kapitel 2

Die Sirenen waren leise, so leise, dass sie fast unwirklich klangen. Als kämen sie von weit her, aus einer anderen Welt, in der so etwas wie das, was am Glockenturm hing, überhaupt denkbar war. Anna stand regungslos, spürte das warme, feuchte Gefühl auf ihren Wangen und realisierte erst, dass sie weinte. Ihr Blick haftete auf dem leblosen Körper ihrer Schwester. Die Polizisten, die so eilig vom Kommissariat gekommen waren, waren nun am Tatort. Ihre Gesichter wirkten fahl und unnahbar.

Plötzlich spürte Anna eine Hand auf ihrer Schulter. Es war die Hand des Bürgermeisters, Jörg Steinbach. Seine Augen waren feucht, seine Mimik schien ehrlich entsetzt. „Ein schrecklicher Tag für unsere kleine Gemeinde“, murmelte er mit tiefer, belegter Stimme. „Ich kann kaum glauben, dass so etwas hier bei uns passiert.“

Er schob sich an ihr vorbei und trat zu den Polizisten, die mit stoischer Ruhe und professioneller Distanz den Tatort untersuchten. Er sprach mit ihnen, gestikulierte, schien ihnen Anweisungen zu geben. „Der Herr Bürgermeister war sichtlich schockiert“, dachte Anna bitter. „Das ist alles nur gespielt. Ich sehe das Lügen in seinen Augen.“

Die Polizisten entfernten den Körper Kristianes. Anna wich zurück, drehte sich um und lief zum alten VW-Bus. Sie fuhr nach Hause. Ihre Eltern warteten bereits. Ihre Mutter, Hilde, eine Frau, die immer fest auf den Füßen stand, umarmte sie. Ihr Vater, ein ehemaliger Polizist, blickte mit starrem, leeren Blick auf das Dorf, das nun so ganz anders war.

Am Abend kam Jörg Steinbach zu ihnen nach Hause. Er gab vor, Anteilnahme zu zeigen, doch Anna spürte eine subtile, hinterhältige Kälte hinter seinen warmen Worten. Er sprach mit der Trauer der Familie, mit der Entschlossenheit, die Täter zu finden. „Ich verspreche Ihnen, wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um die Täter zu finden. Meine Kontakte in der Kripo sind gut, ich werde mich persönlich um den Fall kümmern“, sagte er, während er Anna einen flüchtigen, kühlen Blick zuwarf. Sie durchschaute ihn sofort. Er wollte wissen, was Kristiane über ihn herausgefunden hatte.

„Danke, Herr Bürgermeister“, sagte Annas Vater, seine Stimme war nur ein Flüstern.

„Keine Ursache“, erwiderte Steinbach. „Ich möchte, dass Sie wissen, dass ich an Ihrer Seite stehe. Als Bürgermeister und als Mensch. Aber Kristiane hat sich in der letzten Zeit einige Feinde gemacht. Nicht nur im Ort, sondern auch überregional.“

Anna spürte, wie eine heiße Wut in ihr aufstieg. „Sie war keine Rebellin, die nur Feinde hatte. Sie hat die Wahrheit gesucht. Ich wette, die Mörder sind in Ihrem Netzwerk zu finden.“

Steinbach lächelte sanft. Ein Lächeln, das Annas Nerven zerriss. Er beugte sich zu ihr vor. „Ich verstehe Ihre Wut, Anna. Aber ich wäre vorsichtig mit solchen Behauptungen. Die Täter werden hart bestraft, wenn wir sie finden. Und Ihre Schwester hat sich in der letzten Zeit mit einigen dubiosen Leuten eingelassen.“

Anna wusste, was er meinte. Rudi, Franz und Albert. Sie waren die Schläger in seinem Netzwerk. Sie trieben sich immer vor dem kleinen Café ihrer Schwester herum, bewarfen es mit Farbe und beschmierten die Wände mit Drohungen.

„Wir haben das alles zur Anzeige gebracht“, sagte Anna mit fester Stimme. „Aber die Polizei hat nichts unternommen.“

Steinbach zuckte die Schultern. „Das tut mir leid. Aber Sie müssen verstehen, dass es nicht immer einfach ist, in solchen Fällen zu ermitteln. Es gibt keine Zeugen, keine Beweise.“

„Wir hatten die Beweise. Sie haben nichts unternommen, weil Sie mit der Rechten Szene sympathisieren“, sagte Anna, ihre Stimme bebte.

„Anna!“, rief ihr Vater und sah sie mit einem ungläubigen Blick an.

Steinbach lächelte wieder. „Ich verstehe, dass Sie das glauben. Aber ich verspreche Ihnen, dass ich alles tun werde, um die Täter zu finden. Aber Sie sollten vorsichtig sein. Nicht jeder ist, wer er zu sein scheint.“ Er nickte und verließ das Haus.

Anna wusste, was er meinte. Er würde sie ins Visier nehmen. Er würde versuchen, sie zu manipulieren und zu bedrohen, um die Wahrheit zu vertuschen. Sie musste schnell handeln. Sie musste die Beweise finden, die ihre Schwester gesammelt hatte.

Wie geht es weiter?

* Anna sucht nach den Beweisen in Kristianes Sachen. Sie findet einen verschlüsselten USB-Stick und muss ihn entschlüsseln.

* Die Schläger, Rudi, Franz und Albert, setzen die Drohungen fort. Sie beginnen, Annas Eltern zu bedrohen, um sie zum Schweigen zu bringen.

* Wir erfahren mehr über die kriminellen Machenschaften von Jörg Steinbach, die er hinter der Fassade seines Juweliergeschäfts verbirgt.


KOMMENTAR, UNSER FAZIT zu A:

Der Aufwand war gering, circa 12 Minuten. Das Ergebnis ist erstaunlich. Schon deshalb, weil GEMINI rasant sekundenschnell ist. GEMINI schreibt zwar nicht umfänglich im Stil eines Romans, erfindet auch keine faszinierenden Aussagen, hat aber die Story-Line verstanden und bringt interessante Aspekte sowie gute Wort-Kreationen ins Spiel. Vollständige Kapitel schreibt das Programm bei dieser Art der Zusammenarbeit nicht, doch die Zeilen (Vorschläge) sind inspirierend. Vermutlich könnte man mit einem zeitlich wesentlich intensiveren Einsatz tatsächlich einen Roman zutage fördern. Hierzu müsste man GEMINI durch richtungsweisende Korrekturen am "roten Faden" halten und stets durch kopieren - einfügen in ein bspw. Word-Dokument das Werk schrittweise zusammenbauen. Ob es schlussendlich fesselnd ist, muss der oder die Texterin vorgeben. Kreativität ist dafür ebenso erforderlich wie eine klare Struktur. Manche Sätze sind widersprüchlich: "Der Schmerz zuckte durch ihren Körper. Sie fühlte nichts. Kein Kummer, keine Trauer. Nur eine unfassbare Leere." // / GEMINI nennt Sirenen und meint Martinshorn / Zudem ist die Grammatik nicht fehlerfrei.

(* Jörg Steinbach: Diesen Namen trug ein Minister in Brandenburg, was zu Problemen führen könnte.) Insgesamt betrachtet kann KI die Entstehung eines Romans pfiffig unterstützen, Einfälle kreieren, interessante Worte, Begriffe etc. vorschlagen, aber keinen zusammenhängenden Roman schreiben. Zudem fehlt es Gemini in allen Abschnitten an emotionaler Nähe zu den Charakteren, das Programm spart an persönlicher Rede (Dialoge, Gedanken) und die vorgeschlagene Sprache passt nicht perfekt.


VERSUCH B: Vorab unser Fazit, weil es logischerweise insgesamt viel Text ist, der gelesen werden müsste: Da GEMINI aus den zuvor eingegebenen Hinweisen und dem dann hoch geladenen Text zu wenig über das Story-Board weiß und die Richtung nicht kannte, ist dieser Versuch vollständig gescheitert. GEMINI konnte die Charaktere nicht definieren und verstand die Zusammenhänge nicht. Damit war der Versuch schon zum Scheitern verurteilt. Die erforderlichen Instruktionen müssten schon sehr viel des geplanten Buches beinhalten, was ungemein zeitaufwendig wäre und letztlich so viel Buch beinhalten würde, dass man GEMINI an sich nur noch zur Kontrolle, zur Inspiration und als eine Art Lektorat verwenden würde. ZUDEM kann GEMINI mit Erotik nicht umgehen und Sex nicht beschreiben. Manche Satzkonstruktionen sind abstrus und die vermeintlich weiter gedachte Geschichte wird absurd.


Texter kopiert die vorhandenen Seiten ins Programm:

„Guten Tag, meine Name ist Johnson. Horst Peter Johnson“, stellte sich HPJ in feiner Garderobe vor. Drei Augenpaare musterten den 1,94 Meter großen, sportlichen Mann, als er aus der vornehmen Eingangshalle in den Salon schritt.

Familie de Klerk hatte sich einträchtig versammelt  und passte in Kleidung und Verhalten famos zur Eingangshalle des Klerkschen Gutshauses mit seinem 30 Meter Pool im „Wintergarten“. Jede noch so unscheinbare Dekoration bezeugte, dass sich hier Geld angehäuft hat, viel Geld. Johnson ließ sich nicht verunsichern, dennoch sah man ihm an, das er nicht hierher gehörte. Und auch nicht dazu gehören wollte. In solchen Situationen kamen ihm seine hanseatischen Wurzeln zu Hilfe. Johnsons kühle Distanz unterstrich seine markante Präsenz. Doch in seinem Kopf funkten die Gedanken untereinander andere Botschaften. In wenigen Sekunden hatte der ehemalige Experte einer Spezialeinheit die Raumgröße vermessen, alle Türen registriert, Schussbahnen von Außenstandorten berechnet und den wartenden Diener im dunklen Teil des Küchenflurs entdeckt, während er kalkulierte, wie viel Zeit für die feudale Wendeltreppe draufgehen würde, wenn er eilig hoch ins nächste Stockwerk müsste.

  „Willkommen auf Gut Norrensee. Dürfen wir Ihnen etwas anbieten? Einen Kaffee oder Eistee, was vermutlich zur Hitze angemessener wäre? Wahrscheinlich ziehen Sie jedoch etwas Hochprozentiges vor, wenn es stimmt, was man über sie sagt?“

Eleonore de Klerks  schnippischer Unterton signalisierte erwartungsgemäße Überheblichkeit, die auf dem Geld ihres Gatten beruhte. Sie war die „Grande Dame“ des Hauses und Ehefrau des Unternehmers Henryk de Klerk. Schlank, attraktive Figur, schwarzes Haar mit einem nahezu faltenlosen Gesicht und perfekt aufgetragenes Make-up erschwerte es, ihr Alter einzuschätzen Doch Johnson wusste, dass sie erst kürzlich zu einem rauschenden Fest anlässlich ihres 50-sten Geburtstag eingeladen hatte.   

    „Danke, ich ziehe einen guten Espresso mit einem Gläschen Wasser in Erwägung, wenn es keine Umstände macht“, antwortete er, ohne auf Eleonores Provokation zu reagieren.

 

    „Nehmen Sie bitte Platz“, fordert ihn der „Padrone“ des Familien-Clans auf. Henryk de Klerk wirkte trotz seiner 72 Jahre agil und topfit. Eine elegante Erscheinung, aber nicht so attraktiv wie die Dame des Hauses, bemerkte Horst-Peter. Daneben der Erstgeborene: Arjan Benedikt de Klerk, 38 Jahre, ebenfalls schlank wie der Vater, aber ohne die Schönheit der Stiefmutter, denn Arjan Benedikt war der Sohn aus erster Ehe. Frische Blessuren zeichneten sein angestrengt wirkendes Gesicht. Der Streckverband um den linken Arm und ein Stock als Gehhilfe waren die sichtbaren Spuren eines Anschlags, der sich kürzlich ereignete. Während Johnson im Ledersessel versank, schritt der Hausdiener so würdevoll wie lautlos in den Küchenflur, aus dem wenige Sekunden später das unverkennbare Zischen einer teuren italienischen Espressomaschine ertönte.

 

     „Wie Sie bereits wissen“, setzte der Hausherr das Gespräch fort, „benötigen wir kurzfristig einen Leibwächter für unsere Tochter. Fleur-Juliana-Katrijn ist mein wunder Punkt oder mythologisch ausgedrückt, meine Achilles-Verse. Wir machen momentan eine unruhige Zeit durch und ich möchte Fleur professionell beschützt wissen.“

 

Einen Moment später erhielt Johnson einen Espresso in erstklassiger Qualität. Mit einem kurzen Blick auf den ölig-braunen Rand in der kleinen Tasse, der die erstklassige Qualität be-stätigte, genoss er das Aroma. Dabei sammelte er gedanklich seine Kenntnisse zusammen.

Er wusste, worum es bei diesem Job geht. De Klerk hatte Börsenprobleme, denn sein Logistik-Imperium plagte sich mit einer erkennbar geplanten „feindlichen“ Übernahme durch einen oder mehrere unbekannte Investoren. Enorme Aktienkäufe über unterschiedliche Holdings ließen nur diesen einen Schluss zu. Vom Aktiengeschäft in solchen Dimensionen verstand er nicht viel, doch wie es hieß, sei ein russischer Konzern hinter dem Klerkschen Unternehmen her und auch ein saudiarabischer Investor beteiligte sich an diesem Börsenspiel. Doch es stand wohl noch nicht fest,  für welche Seite und mit welchem Ziel der Araber pokerte. Das Spiel war hitzig, erst kürzlich gab es einen Anschlag auf den Nobel-BMW des Patriarchen.

 

„Mein Sohn Arjan-Benedikt wurde Opfer eines Mordversuchs. Nur weil der  Sprengsatz den Wagen vorne zerfetzte und der hintere Teil weniger betroffen war, lebt er noch. Unser Fahrer Benjamin Haen jedoch nicht mehr“, erläuterte de Klerk im gefassten Plauderton. 

 

Johnson nickte, schaute kurz zum lädierten Spross und ordnete in Gedanken die Fakten: 

Wem der Anschlag galt war unklar. Die gesamte Familie nutzte die Limousine je nachdem, welche Termine für wen anstehen. Alle Familienangehörigen lebten unter  dem Damoklesschwert einer Entführung, aber bislang gab  es nur einen, als Body-Guard trainierten Chauffeur. Und der war jetzt tot. Davon abgesehen bezweifelten Polizei und Medien, dass im Milliarden-Poker urplötzlich Kugeln und Sprengstoff eine Rolle spielen sollten. Der Anschlag konnte also nicht nur verschiedene Gründe haben, auch das Ziel war nicht offensichtlich.

Mit ernster Miene und im scharfen Ton löste Eleonore ihren Mann ab:

„Sie werden Fleur-Juliana-Katrijn in den nächsten Wochen täglich zur Universität begleiten. Ab sofort wohnt sie wieder im Gutshaus, hat Ausgangssperre und muss sich hier amüsieren.“

Eleonore de Klerk ließ keine Zweifel aufkommen, wer auf Gut Norrensee das  Sagen hatte.

 

„Fleur ist von diesem Arrangement nicht be-geistert“, ergänzte Henryk de Klerk. „Sie tragen dafür Sorge, dass ihr nichts passiert, dass sie keine ihrer obskuren Freunde trifft oder zum nächtlichen Hotten-Totten-Tanz nach Amsterdam ausbricht. Einige Wochen Familienleben werden ihr ohnehin gut tun, womit wir das Risiko minimieren. Können Sie mir folgen?“

 

Bevor Johnson seine Skepsis in Worte fasste, erklang eine junge, trotzig arrogante Stimme aus dem Garten, pardon, aus dem Park.

 

      „Meine Mutter verschweigt jedoch, dass ich seit zwei Jahren volljährig bin. Natürlich tue ich, was mir beliebt und  Drohungen mit Entzug des Familienerbes oder irgendwelchen Annehmlichkeiten sind für mich bedeutungslos.“

Nun erschien die Person zur Stimme und Johnson musste unwillkürlich kurz die Luft anhalten. Fleur-Juliana-Katrijn erschien im knappsten Bikini des Landes. Langbeinig mit gertenschlanker Figur und geradezu betörenden Bewegungen. Durchsichtige Seide eines Strandkleids in Hippie-Farben hatte sie kess um ihre schmale Taille geknotet und der Stoff streichelte ihre Haut um das wirklich sündhafte kleine Nichts, was kaum als Bikinihöschen bezeichnet werden konnte. Im winzigen Tangaslip zeichnete sich sündhaft ihre weibliche Anatomie ab. Ihre lebhaften, faszinierend blauen Augen beobachteten Johnson und gleich darauf warf sie ihrer Mutter einen provokanten Blick zu. Fleurs Augenfarbe stellte einen auffälligen Kontrast zu ihren kurzen schwarzen Haaren her, dass sie eindeutig von ihrer Mutter mit auf den Weg bekommen hatte. Peter überlegte nicht lange, sondern erhob sich einer freundlichen Verbeugung  und erklärte seinen Standpunkt:

 

  „Freut mich Sie kennenzulernen. Ich übernehme keinen Personenschutz, wenn die betroffene Person dies gar nicht will. Ich verabschiede mich daher und …“ weiter kam er nicht, denn Fleur fiel ihm ins Wort:

 

   „Na, dann ist das ja geklärt. Sie haben eine schnellere Auffassungsgabe als meine Eltern, dafür gebührt Ihnen Respekt. Auf Wiedersehen und gute Heimfahrt“.

Genervt blickte Eleonore ihren Mann an.  

 

    „Moment, nehmen Sie bitte wieder Platz, unsere Tochter spricht leider schneller, als es ihre unreife Intelligenz begreift.“ Seiner Betonung war anzuhören, dass er Widerspruch nicht gewohnt war und mit ungeduldiger Mimik strafte er seine Tochter. Nun meldete sich Arjan-Benedikt zu Wort:

 

    „Meine Schwester hat leider mehr optische Vorzüge, als Verstand und vielleicht wurde ver-gessen, ihr einige wichtige Details zu erläutern. Moment bitte.“

Trotz seiner Verletzungen bewegte sich Arjan überraschend behände, ergriff die Hand seiner Schwester und zerrte sie in einen angrenzenden Raum links vom Flur.

 

   „Unsere Tochter befindet sich in einer schwierigen Phase“, versuchte Eleonore die entstandene Zwangspause zu überbrücken, in der Johnson nicht so recht wusste, wie es hier weitergehen sollte und schaltete auf Small Talk um.

     „Ein beachtliches Anwesen. Ursprünglich spätes Mittelalter nehme ich an?“

    „Richtig“, erklärte der Gutsbesitzer stolz, „erstmals 1638 erwähnt hat das Herrenhaus die Jahrhunderte überdauert und wurde nur zweimal baulich verändert. Zuerst 1870 und dann wegen  notwendigen Renovierungen in den 80-ger Jahren. Zu diesem Zeitpunkt kam auch der Pool hinzu und aus einige der großen Zimmer im Parterre ließen wir als Gästeappartements einrichten.“ 

 

Horst-Peter nickte mit Blick in den Park und dachte sich  „Mir wär  das alles viel zu groß und gefährlich unübersichtlich. Too much.“

Eleonore de Klerk erhob sich  galant und bot dem Gast einen Rundgang an.

    „Arjan wird sicherlich einige Minuten benötigen, um Fleur den Ernst der Lage zu erläutern“, erklärte sie und strich ihr eng anliegendes Kleid in der Hüfte glatt.

 

   „Ich möchte ich Ihnen die Räume zeigen, die wir für Sie vorgesehen haben.“

ihr Blick signalisierte mehr als nur einen Rundgang und Johnson federte sportlich aus dem massigen Ledersessel.

  „Sehr gerne“, meinte er und bestaunte  ihren graziösen Gang in den hochhackigen, leise auftretenden Schuhen. Gekonnt machte sie den Eindruck eines Models beim Catwalk.

„Interessant“, dachte sich HPJ mit Blick auf ihren runden Po, der sich deutlich unter dem engen Kleid abzeichnete. Eines wurde ihm offensichtlich: er bewegte sich in einem Minenfeld aus familiären Konflikten verborgenen Geheimnissen und viel Geld. Das perfekte Biotop für kriminelle Angriffe von innen und außen.

 

    „Ich kann Fleur verstehen“, meinte Eleonore unterwegs, „sie wird erwachsen und sondert sich ab, hat Freunde und sicherlich auch Liebhaber. Sie führt jetzt ein eigenes Leben und da passen wir nicht mehr dazu. Sie ist in einem Alter der grenzenlosen Möglichkeiten und der unendlichen Freiheit. Kennen Sie das?“, fragte sie mit einem vielsagenden Blick ohne vorgetäuschter Neugierde.

 „Ja, durchaus“, entgegnete HPJ.

  „Das dachte ich mir und danach beginnt der Ernst des Lebens. Dabei kann schon am Anfang sehr viel schief gehen, nicht wahr?“

Eleonore de Klerks Frage war eher eine Feststellung und HP wusste, worauf sie anspielte. Es war im fünften Jahr seiner Spezialarbeit, als etwas schief ging. Der Tag änderte komplett sein Leben. Das Ereignis würde er nie vergessen und schon gar nicht die Reaktion der Truppenführung. Als Experte einer mobilen Eingreiftruppe sollte er zusammen mit acht kampferprobten Kolleginnen und Kollegen einen Bundespolitiker und einen Wirtschaftsboss aus der Gewalt von Terroristen befreien. Es war nicht der erste Auftrag dieser Art, aber sein letzter. Während auf politischer Ebene über die Höhe des Lösegelds verhandelt wurde, war die Gruppe mit unter Wasser von einem Kreuzer gestartet und ans Ufer der afrikanischen Küstenstadt gefahren, in der die Entführungsopfer festgehalten wurden. Ein in der Hose des Konzernchefs eingenähter GPS Peilsender sandte non-Stopp auf einen Meter genaue Daten. Die schwer bewachte Kleinstadt lag direkt am Meer, das Gebäude nur 300 Meter von der Steilküste entfernt. Ein Befreiungsversuch über Land oder aus der Luft war ohne Gefährdung der Geiseln unmöglich. Also kamen sie von der Seeseite und enterten mit modernster Klettertechnik die Steilküste. In jener Nacht lief alles perfekt. Lautlos töteten sie die Wachen auf dem Weg zu Ihrem „Gepäck“, dass sie in einer Bruchbude mit Lehmwänden vorfanden. Während der Industrieboss vorbereitet und erschöpft darauf wartete, dass irgendwas passierte, vergnügte sich der feiste Politiker mit einem Mädchen im stinkenden Bett. Er war überrascht, als drei schwarz vermummte, schwer bewaffnete Typen plötzlich im Zimmer standen. Horst-Peter zog den Politiker aus dem Bett, gab sich dabei leise durch Zeichensprache zu erkennen. Im gleichen Moment sah er das Blut auf dem Laken und unsicher schaute er erst die Männer, dann das Mädchen an. Er begriff und Wut kam in ihm hoch. Das schwarze Mädchen war jung, noch ein Kind, vielleicht 11 oder 12 Jahre.

Erst an Bord des weit draußen im Meer wartenden Schnellboots der Marine machte HPJ  seiner Wut Luft.

„Sie Kinderschänder, wie können Sie an so was Freude haben während einer lebensgefährlichen Entführung?“

Der untersetzte  kleine Mann starrte HPJ entgeistert an:

   „Das verstehen Sie nicht. Diese Mädchen haben es faustdick hinter den Ohren und kennen es gar nicht anders, die wollen das, es liegt in ihren Genen, dem weißen Mann zu dienen.“

Die  eiskalte Wut befeuerte seinen Drang, mit der Faust zuzuschlagen. Sein Verstand funkte Warnsignale. HPJ schlug zu, aber mit der flachen Hand. Dennoch taumelte der kleine dicke Mann von der Wucht aus dem Stand gerissen durch den Metallflur des Bootes. Dann drehte sich Johnson weg und ahnte die Konsequenzen. Die Geschichte wurde nicht an die große Glocke gehängt, doch HPJ wurde zwei Monate später in den Innendienst verbannt. Dort hielt er es nicht lange aus und kündigte den Dienst fürs Vaterland. Seitdem jobbte Johnson als privater Ermittler und vereinzelt, wie bei den van Klerks, auch als Body Guard.

Seine Mimik war nicht zu deuten, aber Eleonore spürte, dass sie in einer noch nicht verheilten Wunde bohrte. Ein Schritt zu weit, dachte sie.

   „Ich nehme an, Sie kommen mit einer Parterre-Wohnung klar?“

Elegant öffnete sie eine Flügeltür aus rustikalem Teakholz. Anstatt zu antworten schaute HP in den großen, hellen Raum mit Fenstern ohne Alarmanlage zum Park. Er schätzte es auf 70qm und sah eine weitere Tür an der linken, 4 Meter hohen Wand. Ihm bot sich ein  klares Schussfeld vom Park, sofern der Schütze sich auf Fensterhöhe begab oder aus größerer Entfernung schoss. Der Raum konnte zur Todesfalle werden. Das Zimmer wirkte exotisch. Die Möbel bestanden zumeist aus Rattan. Die hübsch platzierten Zimmerpflanzen und eine gut bestückte Hausbar wirkten einladend. Ebenso einladend flanierte sich Eleonore auf dem großzügigen Bett, das im Fensterschatten lag. Johnson schlenderte zur Wand mit drei Fenstern, die einen Meter über dem Boden begannen und 2,40m hoch waren. „Fenster putzen ist hier keine leichte Aufgabe“, murmelte er und begutachtete den weitläufigen Park. Durch die Bauweise des Gebäudes lagen die Fenster von außen betrachtet in 2 Meter Höhe. Direkt davor stehend konnte man von außen nichts im Zimmer sehen und nicht ohne sportliche Aktion eindringen. Aber aus etwas weiterer Entfernung dürfte ein treffsicherer Schuss kein Problem sein.

 

Eleonore riss ihn aus seinen Gedanken, als sie näher kam und Tuchfühlung aufnahm.

    „Möchten Sie etwas trinken oder kann ich Ihnen sonst etwas Gutes tun“, fragte sie mit leise, wobei ihr rechtes Bein wie zufällig seinen Körper streifte. HP spürte ihren Atem in seinem Nacken. Er wandte den Blick aus dem Fenster  zu ihr und schaute sie an.

    „Das Kleid steht ihnen perfekt, aber es ist doch sehr einengend, nicht wahr?“

 Sie blickte ihm  lasziv  in die Augen, während ihre rechte Hand mit einem geübten Griff den kleinen Reißverschluss an der Seite des Kleides fand und nach unten zog.

   „Ja“, hauchte sie, „diese Enge ist manchmal unerträglich“ und schon stand sie nur noch in einem verteufelt teuren, dunkelblauen Bodystock vor ihm. Ihre Hand glitt zu seinem Hemd und zwei ihrer Finger strichen verspielt zwischen den Knöpfen durch die gekräuselten schwarzen Haare auf seiner Brust.

„Sie sind doch gar nicht der Anzug-Typ, oder?“ fragte sie lächelnd und zog ihm das Jackett aus. Dabei berührten sich  Ihre Lippen und aus der zaghaften Berührung wurde ein verlangender Kuss. Ihre Zunge bewegte sich behutsam in seinen Mund, während sie gleich-zeitig selbstbewusst seine Hose öffnete.

    „Ich denke, ich nehme das Zimmer, der Service ist hervorragend“, schmunzelte Johnson verschmitzt und verschwitzt.

  „Nicht wahr“, hauchte Eleonore und wie alte Freunde kichernd, gesellten sie sich wieder zum wartenden Familien-Clan.


    „Nun ist alles geklärt,“ eröffnete Henryk de Klerk eine neue Gesprächsrunde.

Fleur-Juliana-Katrijn lümmelte schmollend quer in einem kunstvoll aus einem exotischen Wurzelholz geschnitzten Ledersessel. Mit dem Rücken lässig an der breiten Seite gelehnt, baumelten ihre hübschen Beine quer über der anderen Lehne. Teilnahmslos strich sie sich mit der Hand durch ihre kesse Frisur.

Was auch immer ihr Bruder gesagt oder gemacht hatte, zeigte Wirkung. Johnson war sich aber nicht sicher, ob der mädchenhafte Schmollausdruck authentisch oder talentiert gespielt war. „Wie von einem der großen holländischen Künstler gemalt“,  dachte sich HPJ bei ihrer Pose und seine Gedanken riefen die lustvolle Erinnerung des gerade erlebten Abenteuers ab.

    „Mein Sohn wird die Geschäfte in England übernehmen und meine Frau reist einige Tage nach New York“, erklärte Henryk.      

   „Fleur hat noch Universitätstage vor sich und wird mit Ihnen anschließend eine Schiffsfahrt zu den Cap Verden unternehmen, wo wir ein kleines, aber ausreichendes Strandhaus besitzen. Auf diese Weise ist die Familie in alle Himmelsrichtungen verstreut. Darf ich Sie kurz in mein Arbeitszimmer bitten?“

Unerwartet dynamisch schwang sich der 72-jährige aus dem Sessel und ging voran.

Johnson verbeugte sich höflich, lächelte Eleonore verschmitzt zu und folgte seinem neuen Boss

  „Nehmen Sie Platz“, forderte Henry de Klerk mit einem Wink  und HP setzte sich in einen strahlend weißen Business-Sessel.

„Hier lässt es sich arbeiten“ sinnierte er in Anbetracht des großen, vom Tageslicht durchflutetem  Büro. Eine gigantisch Bücherwand aus massiven Holz beherrschte den Raum und konkurrierte mit der stilvollen Nüchternheit moderner Büromöbel. Zwei Gemälde berühmter Meister rundeten den Gesamteindruck ab. Obwohl der Stil konträr war, wirkte das Arbeitszimmer inspirierend und harmonisch.

„Wie Sie sich denken können“, erläuterte de Klerk, „bin ich zutiefst beunruhigt und verwirrt. Ich habe zwar als Junge die letzten Kriegstage erlebt, aber im Geschäftsleben ist mir körperliche Gewalt und Waffengewalt völlig fremd. Ich habe die Agentur, für die Sie arbeiten, mit Ermittlungen in dieser Sache und Schutzmaßnahmen beauftragt, weil ich die Familie schützen will. Das Landeskriminalamt ist ebenso tätig und wahrscheinlich wird auch das BKA einschreiten. Ich habe keinen Schimmer, was der Sinn des Anschlags auf meinen Sohn sein könnte. Solange wir keine eindeutigen Hinweise auf Täter und Motiv haben, müssen wir einfach abwarten. Mehr als meine Familie weitestgehend schützen kann ich nicht tun.“ 

HPJ sah seinem Gesprächspartner konzentriert an und fragte: 

    „Ihr Sohn wird in England ebenfalls in Obhut genommen, soweit ich weiß, und was ist mit Ihnen? Noch wissen wir nicht, ob der Anschlag tatsächlich ihrem Sohn oder ihnen galt.“

De Klerk erwiderte den Blick und antwortete besonnen: 

 „Ich will und kann nicht bei Geschäftsmeetings oder Verhandlungsgesprächen mit Leibwächtern auftauchen. Zum einen will ich Geschäftspartner nicht verunsichern und natürlich dürfen wir den unvermeidbaren Presserummel nicht anheizen.

Investoren könnten ebenso abgeschreckt werden, wie Kunden und langwierige Partner. Niemand möchte in der Nähe einer Zielperson irgendwelcher Mörderbanden stehen und in irgendwas hineingezogen werden. Also werde ich auf eine Leibwache verzichten. Vielleicht war der Anschlag auf ja auch nur ein Missverständnis“.

HP hatte sich detaillierte Informationen beschafft.

    „Das denke ich nicht. Wir wissen aufgrund der ersten Analyse, dass wir es mit Profis zu tun haben. Die Haftmine an ihrem Fahrzeug wurde durch einen Funkimpuls eines Senders in einem geschätzten 500 Meter Radius ausgelöst. Das war eine durchdachte, professionell umgesetzte und aufwendige Aktion. Erpressungsversuche, Droh-briefe oder etwas anderes, was diesen Anschlag angekündigt hätte, gab es meiner Kenntnis nach vorher nicht. Zumindest haben Sie und Ihr Sohn weder der Polizei noch uns einen Hinweis darauf gegeben. Das LKA geht davon aus, dass die Mine nicht aus bekannten Militärbeständen stammte, sondern gekauft wurde. Sie war moderner Bauart. Abgesehen von einigen Spezialeinheiten, die es angeblich sowieso nicht gibt, verwendet das Militär solche Dinger nicht. Es wäre hilfreich, wenn Sie uns nichts verschweigen. Über den Anschlag wurde berichtet, also erfuhren auch Ihre Geschäftspartner davon und die Täter wissen, dass der Anschlag ein Todesopfer forderte, dass nicht Sie oder ihr Sohn waren. Es bleibt also die relevante Frage, wem der Anschlag galt. Es hätte, soweit ich weiß, auch Fleur im Wagen sitzen können, oder Sie oder Ihre Frau. Gibt es so etwas wie einen Kalender, in dem alle Fahrten und Termine geplant werden?“

De Klerk dachte kurz nach.

   „Nein, der Fahrer lebt, pardon, lebte hier im Haus und fuhr auf Abruf. Am meisten nutze ich das Fahrzeug mit Chauffeur  um Geschäftspartner vom Flugplatz abzuholen oder wenn längeren Touren anfalle. Ich fliege national nur bei Zeit-druck. Privat nutze ich den Wagen sehr selten und das steht dann auch nicht im Kalender für den Fahrer. Mein Sohn fährt lieber seinen Jaguar, Fleur ihren Mazda und meine Frau den kleineren Mercedes. Ach ja, ich befürchte, dass sich Fleur nur mit Gewalt von ihrem Cabriolet trennen würde, wäre das ein Problem?“

Gedanklich sah er sich und Fleur im Mazda durch einen Kugelhagel jagen und fragte sich, wo er in dem kleinen Auto seine langen Beine lassen sollte. Aber es gab schon Schlimmeres in seinem Leben.

    „Ich glaube nicht, denn von einem Anschlag auf Fleurs Leben gehen wir nicht aus, sondern maximal von einem Entführungsversuch. Da ist ein kleines, schnelles Auto von Vorteil. Doch eine Person alleine kann einen umfänglichen Schutz ohnehin nicht gewährleisten. Ich hoffe, Sie wissen das?“

HP blickte den alten Geschäftsmann fragend an, der nachdenklich antwortete:

  "Ja, das ist mir bekannt, dennoch sind 2 oder 3 Leibwächter in Fleurs Leben nicht integrierbar, sie würde noch bockiger werden. Und wie Sie richtig erwähnten, befürchten wir maximal eine Entführung. Das werden Sie mit Ihrer Erfahrung sicherlich alleine verhindern können. Sie  reisen  ohnehin mit Fleur in Kürze weit weg in beschauliche Sicherheit.“

„Wir werden sehen“, dachte Horst-Peter.

Seine Gedanken paarten sich mit seinem Instinkt. Irgendwas stimmte hier nicht oder seine Perspektive war falsch. Es passte etwas nicht zusammen, nur was, das wurde ihm noch nicht klar. Es fehlten wesentliche Teile des Puzzles

„Nun gut. Wenn ihre Tochter einverstanden ist, übernehme ich ihren Schutz. Denken Sie mal darüber nach, das Gelände rund um Gut Norrensee mit Überwachungskameras und einer dauerhaften Patrouille zu sichern.“

„Kameras werden noch in dieser Woche montiert, aber Wachpersonal halte ich für übertrieben. In jedem Zimmer wird ein Alarm-Druckknopf als angebracht, um sowohl höllisch lauten als auch stillen Alarm beim Sicherheitsdienst auszulösen.  Über kurz oder lang wird sich alles wieder beruhigen und in der nächsten Zeit bin nur ich häufiger hier. Fleur wird noch eine Woche die Uni besuchen, dann reisen Sie mit ihr ab. Ich nehme an, Sie haben ihr Gepäck im Wagen und bleiben? Heute Abend können Sie die Abläufe mit meiner Tochter besprechen.“  

Horst-Peter nickte. „Ja, ich werde hierbleiben und hole meinen Kram aus dem Auto.“

Wobei ihm Fleurs Charakter Sorgen bereitete, womit er sich aber nur situationsbezogen auseinandersetzen konnte. Das Navi im BMW zeigte 46 Kilometer nach Leeuwarden an, wo Fleurs Uni für Logistik und nachhaltige Wirtschaft ihren Standort hatte. Die Strecke war übersichtlich. Abgelegene Straßen an Grachten und Kanälen vorbei hinein in die Kleinstadt.

„Eine Stunde sollten wir rechnen“, murmelte Johnson. Das Gelände und die Streckenführung hatte einen Vorteil, der auch zum Nachteil werden konnte: Man konnte weit voraussehen.

Hindernisse oder Straßensperren würde man früh erkennen, aber es gab keine Ausweichmöglichkeit. Im Falle eines Falles müssten sie mit einer „Gefechtswendung“ umdrehen und Gas geben, sofern der Rückweg nicht auch versperrt wird.

Zudem hätte ein Präzisionsschütze über ein paar Hundert Meter freies Schussfeld. Holland war nun mal flach wie ein Brett.

  „Wenn wir nicht 50 und mehr Kilometer Umweg fahren, sind wir immer auf der gleichen Route unterwegs, was nicht für uns, sondern für Angreifer vorteilhaft ist“, grübelte er, bevor er das Navi ausschaltete. Ein Code als Tastenkombination im Menü des Radios öffnete ein verstecktes Fach in der Rückbank und Johnson kramte seine Glock 17 mit 17er Magazin, eine Sig-Sauer P226 und einen kleinen Colt aus dem Koffer sowie zwei Zusatzmagazine aus dem eingelassenen Koffer. Einen Moment liebäugelte er mit der MP 7A1, einer Maschinenpistole mit geringer Streuung. Die zwei Kilo leichte Militärwaffe war mit mechanischem oder optischem Visier ungemein treffsicher, wenn man mit ihr umgehen konnte. Die Heckler & Koch Standardwaffe für Gebirgsjäger, Fallschirmspringer und Spezialisten im Häuserkampf konnte mit bis zu 40 Schuss-Magazinen bestückt werden. Neben der Glock war es seine Lieblingswaffe mit verheerender Wirkung. Der kleine Colt im Knöchelpolster für  die Wade gehörte nicht zu den „Schießeisen“ die er mochte. Unbequem und in normalen Hosen konnte man das Ding nicht schnell in die Hand bekommen.

   „Alter Junge, es reicht. Das ist Holland und nicht Mogadischu“, brummelte er und griff nach einer kleinen Schachtel mit winzigen, 3 Gramm leichten GPS Sendern heraus. Dann verschloss er seine diskrete Waffenkammer.

  „Die junge Dame wird die Dinger vermutlich nicht freiwillig tragen, da muss ich mir wohl was einfallen lassen“, grübelte er auf dem Weg zum Eingang in die erlauchten Hallen des Herrenhauses, in dem anderslautend die Dame das Sagen hatte.


GEMINI: Dein Roman hat einen fesselnden Anfang! Die Einführung der Charaktere und die spannungsgeladene Atmosphäre sind sehr gut gelungen. Ich habe mir den Text sorgfältig durchgelesen und kann ihn nun gerne fortsetzen.

 

Vorschlag zur Fortsetzung

Ich habe ein paar Ideen, wie die Geschichte von Johnson und Fleur weitergehen könnte. Hier ist ein Vorschlag, der auf den bereits etablierten Elementen aufbaut und neue Dynamik in die Erzählung bringt.


Johnson nickte, doch sein Blick verriet eine Mischung aus Skepsis und professioneller Routine. Er hatte genug von den de Klerks gesehen, um zu wissen, dass dieser Auftrag mehr als nur ein Job war. Es war ein Minenfeld aus familiären Konflikten, verborgenen Geheimnissen und unklaren Bedrohungen. Die de Klerks waren reich, arrogant und dysfunktional – das perfekte Biotop für einen Anschlag. Und Henryk, der Patriarch, war so naiv, zu glauben, er könnte sich selbst aus der Schusslinie nehmen, indem er die Familie auf verschiedene Kontinente verteilt.

„Herr de Klerk, gestatten Sie mir eine letzte Frage“, sagte Johnson mit fester Stimme. Erneut spürte er den Drang, etwas zu hinterfragen, das nicht passte. „Wer von Ihnen hat den Anschlag überlebt, außer Ihrem Sohn? Und war der Anschlag auf das Fahrzeug oder auf eine Person gerichtet?“

Henryk de Klerk sah ihn irritiert an, seine Gesichtszüge verhärteten sich. „Wie ich Ihnen bereits mitteilte, galt der Anschlag meinem Sohn. Ich bin nur froh, dass Arjan noch lebt.“

 

„Genau das ist der Punkt“, fuhr Johnson fort, ohne sich beirren zu lassen. Er stand auf und ging zum Fenster, blickte in den Park, als könnte er dort die Antworten finden. „Die Haftmine, von der Sie gesprochen haben, war nicht an der Karosserie angebracht, sondern am Unterboden. Das verrät, dass die Täter wussten, wo ihr Ziel saß.“

Ein scharfer Atemzug von Henryk de Klerk hallte durch den Raum. Er starrte Johnson an, seine Augen weit aufgerissen. „Was reden Sie da? Das hat mir die Polizei nie gesagt!“

„Wahrscheinlich aus gutem Grund“, erwiderte Johnson mit kühler Präzision. „Eine Bombe am Unterboden ist ein klares Signal. Die Explosion zielt darauf ab, den Insassen direkt zu treffen und nicht nur das Fahrzeug zu beschädigen. Und die Mine explodierte am Fahrersitz.“

Henryk sank in seinen Sessel zurück, das blasse Gesicht wurde noch fahler.

„Der Anschlag galt Ihrem Fahrer, Herrn de Klerk“, stellte Johnson fest. „Entweder war der Täter schlecht informiert oder der Anschlag galt dem Fahrer.“

 

„Das ist unmöglich! Benjamin Haen war seit zwanzig Jahren unser Chauffeur, ein Teil der Familie! Er hatte keine Feinde, keine Probleme…“ Henryks Stimme brach.

Johnson blieb still, ließ die Worte wirken. „Hatten Sie, Herr de Klerk, oder Ihre Frau in den letzten Wochen irgendwelche Termine, bei denen Sie von Benjamin Haen gefahren wurden?“

Der alte Mann rang nach Luft. „Wir haben uns die Termine geteilt…“

„Dann war die Frage doch nicht, ob Sie sich etwas geteilt haben, sondern wer mit Benjamin eine längere Fahrt geplant hatte.“

Plötzlich klingelte Johnsons Handy. Er entschuldigte sich kurz und nahm ab. Es war seine Kollegin aus der Zentrale, die nach weiteren Informationen suchte.

„Die Mine war vom gleichen Typ wie die, die bei einem Anschlag auf den Sohn eines russischen Oligarchen in St. Petersburg gefunden wurde. Dessen Vater ist ein guter Freund des Milliardärs, der mit Ihrem Unternehmen in Verbindung steht.“

Johnson erstarrte. Die Puzzleteile fügten sich zusammen. Der russische Konzern, der den Anschlag auf den Oligarchen-Sohn verübte, hatte nun auch Henryk de Klerks Imperium ins Visier genommen. Der Anschlag auf den Chauffeur war ein Signal – eine Warnung, dass niemand in der Familie sicher war.

Er legte auf und drehte sich wieder zu de Klerk. „Ich glaube, ich habe die Antwort auf das Rätsel. Ich werde den Auftrag annehmen. Aber zu meinen Bedingungen.“

Henryk nickte, ohne zu zögern.

„Gut. Ich werde Fleur morgen früh auf die Reise schicken. Sie und Ihre Frau bleiben hier. Und ich werde meine Kollegin mit der Überwachung des Fahrers beauftragen. Sie muss mit der Wahrheit an die Öffentlichkeit gehen.“

 

De Klerk sah ihn ungläubig an. „Sie wollen mich der Presse ausliefern?“

„Nein“, erwiderte Johnson mit fester Stimme. „Ich werde Sie schützen, indem ich die Öffentlichkeit informiere. Es ist eine Warnung an die Attentäter, dass wir ihre Methoden kennen und uns nicht einschüchtern lassen. Nun, ich werde Fleur zum Hafen begleiten, und sie wird allein auf das Schiff gehen.“

 

Johnson stand auf und streckte Henryk die Hand entgegen. „Ich schütze Ihre Familie, aber Sie müssen mir vertrauen.“

Henryk nickte, die Worte seines neuen Bodyguards noch im Ohr. Er verließ das Arbeitszimmer, ging in den Salon und sah seine Frau mit dem Handy telefonieren.

„Ich habe soeben mit meinem Anwalt gesprochen, ich werde die Scheidung einreichen“, flüsterte Eleonore. „Der Russe will Henryks Imperium und er hat gedroht, mich und unsere Tochter zu entführen, wenn ich ihm nicht bei der feindlichen Übernahme helfe.“

 

Henryk de Klerk starrte sie an, als wäre er in einen kalten Abgrund gestürzt. Seine Frau, die Frau, der er vertraute, hatte die Familie verraten.

 

„Jetzt wird mir alles klar“, flüsterte er. „Und das Opfer auf das Attentat, es sollte nicht mein Sohn sein, es war Benjamin. Er sollte Zeuge der feindlichen Übernahme werden.“

 

Eleonore sah ihren Mann an, ihre Augen funkelten. „Ich habe mich mit dem Anwalt abgesprochen, der Russe hatte mir versprochen, dass er mich und die Kinder in Ruhe lässt, wenn ich ihm helfe. Ich wollte die Familie beschützen.“

 

„Du wolltest dich selbst beschützen“, schrie Henryk. „Du bist verrückt. Ich werde alles tun, um dich und den Russen zu zerstören. Du hast mein Imperium zerstört und meine Familie verraten.“

Eleonore sah ihren Mann an und sie schrie: „Ich werde dich nicht zerstören, aber ich werde der Presse eine Geschichte von Machtmissbrauch erzählen. Die Öffentlichkeit soll wissen, dass du kein Heiliger bist, sondern ein Lügner, der seine Familie und seine Freunde betrogen hat.“

Johnson trat in den Salon, sein Blick war ernst. „Ich kann Ihnen helfen, aber Sie müssen mir vertrauen.“

„Ich will nicht, dass du mir hilfst. Ich will, dass du meine Familie verlässt und nie wiederkommst.“

„Ihre Frau möchte, dass ich gehe, aber Sie möchten, dass ich bleibe. Sie müssen sich entscheiden, Herr de Klerk.“

 

Henryk de Klerk sah seine Frau an, die mit ihren Worten drohte. Er wusste, dass sie die Macht hatte, sein Leben zu ruinieren, aber er hatte auch eine Wahl. Er konnte kämpfen oder aufgeben.

 

„Ich habe mich entschieden“, sagte er mit fester Stimme. „Ich kämpfe. Und ich will, dass Sie bleiben, Herr Johnson.“

 

Johnson nickte. Er sah Eleonore an, ihre Augen waren voller Wut und Hass. „Sie werden bereuen, was Sie getan haben“, sagte er leise. „Die Wahrheit kommt immer ans Licht.“

 

Und nun? Was denkst du? Möchtest du, dass wir diese Richtung weiterverfolgen?


Korrektur von TEXTER .... (nicht hier eingefügt)

 

Ah, ich verstehe. Danke für die Klarstellung. Wir wollen die Spannung um das Motiv des Anschlags erhalten und uns auf die Dynamik zwischen Johnson, Fleur und ihren Eltern konzentrieren. Das macht Sinn und gibt uns mehr Spielraum für die weitere Entwicklung der Geschichte. Die Beziehung und die Konflikte innerhalb der Familie stehen also im Vordergrund, und Johnson wird zum unwilligen Mittelsmann.

 

Lass uns diese Richtung neu einschlagen. Hier ist ein neuer Ansatz, der deine Vorgaben berücksichtigt: Johnson nickte, doch sein Blick verriet eine Mischung aus Skepsis und professioneller Routine. Er hatte genug von den de Klerks gesehen, um zu wissen, dass dieser Auftrag mehr als nur ein Job war. Es war ein Minenfeld aus familiären Konflikten, verborgenen Geheimnissen und unklaren Bedrohungen. Die de Klerks waren reich, arrogant und dysfunktional – das perfekte Biotop für einen Anschlag. Und Henryk, der Patriarch, war so naiv, zu glauben, er könnte sich selbst aus der Schusslinie nehmen, indem er die Familie auf verschiedene Kontinente verteilt.

„Herr de Klerk, gestatten Sie mir eine letzte Frage“, sagte Johnson mit fester Stimme. „Ich habe Sie und Ihre Frau kennengelernt, und Ihre Tochter hat sehr deutlich gemacht, dass sie meinen Schutz nicht will. Wenn sie sich weigert, mit mir zu kooperieren, wird der Auftrag ungleich schwerer. Haben Sie einen Plan, wie Sie sie dazu bringen wollen, mit mir zusammenzuarbeiten?“

Henryk de Klerk sah ihn mit einem Ausdruck an, der Unverständnis und Ungeduld vermischte. „Fleur ist ein Sturkopf, das wissen Sie ja jetzt. Aber ich bin ihr Vater. Sie wird tun, was ich sage.“ Seine Stimme klang dabei weniger überzeugend, als er es beabsichtigt hatte.

„Das bezweifle ich“, erwiderte Johnson kühl, während er Henryks angespannte Haltung registrierte. „Ich kenne das Verhalten von Personen, die sich fremdbestimmt fühlen. Sie werden jedes Schlupfloch suchen, um mir zu entkommen. Jede ihrer Handlungen wird eine potenzielle Gefahr darstellen. Entweder ist sie an Bord – oder ich bin es nicht.“

Eine angespannte Stille füllte den Raum.

„Nun, ich habe mich entschieden“, sagte Johnson schließlich mit einem Blick, der keine Diskussion zuließ. Er stand auf, zog sein Jackett glatt. „Ich nehme den Auftrag an. Doch Sie müssen wissen, dass ich die erste Autoritätsperson für Ihre Tochter bin. Sie werden sich nicht in meine Entscheidungen einmischen. Wenn ich das Gefühl habe, dass Ihr Leben oder das Ihrer Familie in Gefahr ist, werde ich eigenmächtig handeln. Akzeptieren Sie das?“

Henryk sah seine Frau an, die mit einem leicht triumphierenden Blick nickte. Sie schien überzeugt, dass Johnson die richtige Wahl war.

„Ja“, sagte Henryk. „Ich akzeptiere.“

Johnson nickte. Er war sich bewusst, dass dies der Beginn eines Kampfes sein würde. Ein Kampf nicht nur gegen unbekannte Attentäter, sondern auch gegen seine Schutzperson selbst.


Wie findest du diese Version? Sie belässt die Motive des Anschlags im Ungewissen und fokussiert sich auf die schwierige Beziehung zwischen Johnson, Fleur und der Familie. Sie verstärkt Johnsons Rolle als unabhängiger Experte, der seine eigenen Regeln aufstellt.

Was soll als Nächstes passieren? Möchtest du, dass wir direkt zum ersten Zusammentreffen von Johnson und Fleur übergehen? Oder soll noch etwas im Gutshaus passieren, bevor die Reise beginnt?

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Fazit zu C: Hier war das Ergebnis schon nach den vorangegangenen Experimenten vorhersehbar. Gemini gelingt das natürlich nicht, weil das Programm weder die Person noch generell Atmosphäre und Emotionen kennt. Der Aufwand wird größer, als wenn man das Werk selbst schreibt.Da KI-Programme auf den Eingabetext angewiesen sind, wäre das Schreiben einer Lebensgeschichte mit vielen Ereignissen, Situationen, Emotionen und so weiter derart arbeitsaufwendig, dass es keine Erleichterung wäre. Ersatzweise haben wir bei einem anderen Programm Audio-Erzählungen hochgeladen und um fesselndes Erzählen in Schriftform gebeten. Das war ein Flop und funktionierte noch nicht einmal in der Übernahme der gesprochenen Worte. Das Programm begriff weder den Sinn noch die Zusammenhänge.


Im Internet

 


 


 

 

 

 
 
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